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Die uns allen bekannte Pfefferminze (lat. Mentha piperita) ist eine herangezüchtete Kulturform. Ausgangsarten sind die Wasserminze (lat.
Mentha aquatica L.) und die grüne Minze (lat. Mentha x spicata L.), wobei die grüne Minze ihrerseits ein Bastard ist zwischen der Mentha
longifolia (langblättrige Form) und Mentha rotundifolia (rundblättrige Form). Sie ist also ein Dreifachbastard und kann sich nur durch
Kopfstecklinge vermehren. Im Laufe der Zeit ist durch Anbau und Auswahl der Pflanzen mit dem größten Gehalt an stark duftendem
mentholreichen ätherischen Öl eine Pfefferminze herangezüchtet worden, die den ehemals entstandenen Bastarden nur noch wenig gleicht.
Wir möchten Ihnen hier eine kleine Auswahl von Minzenarten präsentieren, wohl wissend, dass diese nur schwer auseinander zu halten sind:
Gemeinsam ist allen der 4-Kantstängel der Lippenblütler, ihr Gehalt an ätherischem Öl, an Gerbstoffen und Bitterstoffen.
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(lat. Mentha aquatica v. crispa) |
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(lat. Mentha piperita v. citrata |
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(lat. Mentha haptocalyx |
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(lat. Mentha piperita v. citrata) |
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(lat. Mentha piperita „Mitcham“) |
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(lat. Mentha arvensis v. piperascens) |
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(lat. Mentha gentilis v. citrata) |
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(lat. Mentha suaveolens v. crispa) |
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(lat. Mentha spicata v. crispa) |
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(lat. Mentha rotundifolia Bowles) |
- Polei Minze
(diese Minze ist als giftig anzusehen)
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(lat. Mentha pulegium) |
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(lat. Nepeta cataria) |
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(lat. Mentha longifolia) |
Nicht alle erwähnten Minzen sind jederzeit in unserem Beet verfügbar. Es handelt sich um eine Auswahl.
Die mentholreiche japanische Minze, denken Sie dabei an das sog. Japanische Heilpflanzenöl, wird zum Teil auch in Europa angebaut. Die
englische Mitcham-Minze gilt als besonders aromatisch.
„Die Blätter wider das Hauptwehe/ in der Gestalt eines Pflasters/ ober die Schläf und Stirn gelegt“, schreibt im 1. Jahrhundert n. Chr.
der griechische Arzt Dioskurides. Auch heute schätzen wir das Einreiben einer kleinen Menge Minzöl bei Kopf- und Nackenschmerzen.
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Der Studienkreis „Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg
hat die Pfefferminze zur „Arzneipflanze des Jahres 2004“ gewählt. Diesmal wurde eine Arzneipflanze gewählt, die tagtäglich zur
Anwendung kommt.
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