
Ringelblume

Natternkopf
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Die Signaturenlehre wurde vor allem von Theophrastus Paracelsus (1493-1541) propagiert. Der heißeste Verfechter dieser Theorie aber war ein
italienischer Philosoph, Giambattista della Porta, der von 1543-1615 lebte. Er beschrieb die Pflanzen und ordnete ihnen aufgrund ihrer "Signi"
imaginäre Ursprünge und einen medizinischen Wert zu. Man dachte, dass die Erscheinung einer Pflanze, ihre Farbe, ihr Geruch und ihr Standort
anzeigen müssten, welche Krankheit mit ihrer Hilfe zu heilen sei. Hier einige Beispiele:
Kräuter gegen Gelbsucht haben gelbe Blüten wie die Ringelblume, Löwenzahn und Leinkraut. Schöllkraut enthält in den
Stängeln ein rotbraunen ätzenden Saft, was auf die Farbe der Galle hindeutet und daher bei Beschwerden der Galle, wie z.B. Koliken in Frage
kam. In der Tat ist eine krampflösende Wirkung auf die Gallenwege wissenschaftlich erwiesen.
Die Rinde der Weide, die in feuchten Niederungen wächst, wird zur Behandlung von Rheuma verwendet. Eine Wirkung, die heute belegt ist.
Das Blatt des Tüpfel-Johanniskrauts gegen Licht betrachtet, lässt die eingelagerten Sekretbehälter als helle Punkte erkennen,
so als ob die Blattfläche durchlöchert sei. Dies deutete auf die Verwendung des Johanniskrauts gegen Stichverletzungen hin. Bekannt ist
noch heute die Verwendung des roten Johanniskrautöls zur Wundbehandlung bei Verbrennungen. Es fehlte früher in keiner Schmiedewerkstatt.
Der Geruch des Beifuß weist auf die Behandlung eiternder Wunden mit diesem Kraut hin, was heute nicht belegt ist.
Weitere Beispiele für die Signaturenlehre im Apothekergarten sind:
- Rote Fetthenne
- Gemeines Lungenkraut
- Leberblümchen
- Gemeiner Wurmfarn
- Natternkopf
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Die Theorie ließ sich nicht aufrechterhalten, weil sie so viele Ausnahmen zuließ. Die kurze Herrschaft der Signaturenlehre dauerte 100
Jahre.
Carl von Linné, (1707-1778) der große schwedische Botaniker räumte mit den unsoliden Methoden der Signaturenlehre endgültig auf. Er
entwickelte sein System der Pflanzenklassifizierung. Von nun an sollte sich das System der Pflanze nur in objektiv erfassbaren Daten offenbaren.
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